Wie sicherlich in der Zwischenzeit bekannt geworden, haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens einen offenen Brief an die politischen Vertreter in Hüttenberg, sowie an Presse und Bevölkerung gerichtet, mit dem Anliegen den Antrag auf einen Hallenbadneubau zurückzuziehen um die zu erwartenden Kosten für das Begehren zu sparen.

Auch wird in diesem Zusammenhang auf die zu erwartende Mehrbelastung der Bevölkerung durch die Folgen der Coronakrise hingewiesen.

Der Trägerverein hat dazu eine Antwort an die Empfänger und Absender des offenen Briefs gerichtet, den wir hiermit ebenfalls verteilen möchten.

Uns ist die die Solidarität innerhalb der Gemeinde absolut wichtig. Wir haben schließlich im Laufe der letzten Jahrzehnte gesehen, was diese bewirken kann und wohin dieses gemeinsam Einstehen die Gemeinde Hüttenberg geführt hat. Umso wichtiger ist es uns, ein Statment gegen eine Spaltung in der Gemeinde abzugeben.

Anbei der Text unserer Antwort - beide Schreiben finden Sie über die links

Offener Brief

Anwort auf den offenen Brief

 

Text unserer Antwort:

 

Herrn
Christian Jung
Am Brückelchen 34

35625 Hüttenberg

Ihr Offener Brief zum Bürgerentscheid Hallenbadneubau vom 27.05.2020  
hier: Stellungnahme Beauftragter des Vorstands Trägerverein Hallenbad Hüttenberg


Sehr geehrter Herr Jung,

dem Vorstand des Trägervereins Hallenbad Hüttenberg e. V. ist Ihr offener Brief, den Sie zusammen mit den Herren Droß und Volk zum Thema Hallenbadneubau an die Damen und Herren des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung verfasst haben, mit der Bitte um eine Stellungnahme zugeleitet worden. Dieser Aufgabe will ich gerne nachkommen.

Ihre Darstellung der Tatsache, dass die Coronakrise unser Gemeinwesen nicht nur gesellschaftlich belastet, sondern auch finanziell stark belasten wird, teile ich. Dies wird hinsichtlich der Höhe der erforderlichen Mittel uns in ähnlicher Weise herausfordern wie die Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Hier werden wir alle zusammenstehen müssen. So, wie Sie das ja „als guten Zeitpunkt“ für Hüttenberg vorschlagen.

Ihren Vorschlag, den Hüttenbergern den Bürgerentscheid zu ersparen, teile ich! Dazu müssen Sie nur Ihren Antrag, der ja einen mit großer Mehrheit zwei Mal getroffenen Beschluss der GVT anficht, zurücknehmen. Das wäre redlich und würde auch den von Ihnen (!!) ausgelösten Dissens in der Bürgerschaft verhindern.

Wenn Sie fordern, dass diese wichtige Infrastrukturmaßnahme nicht getätigt werden sollte, zeigt das, dass Sie die Zukunftsaufgabe, die insbesondere für Hüttenberg zu leisten ist, nämlich den Erhalt unserer Infrastruktur, nicht verstanden haben.
Ihre Forderung nach einem Verzicht auf die Investition für das Hallenbad, das für unsere Kinder, für die Vereine, für unsere Berufstätigen und für unsere Senioren von herausragender Bedeutung ist, zeigt, dass Sie offensichtlich gewillt sind, die Interessen einer großen Anzahl von Menschen zu ignorieren. Ihre Argumente gegen das Hallenbad blenden den Willen einer großen Mehrheit der Bürger vor allem  -  aber nicht nur  -  des Kernortes Hüttenberg aus. Also den Willen derjenigen Bürger, die wie selbstverständlich die Lasten des Baus einer neuen Sporthalle in Rechtenbach, da, wo Sie wohnen, mitgetragen haben!

Und dies ist ja nur eine der Infrastrukturmaßnahmen, die für Hüttenberg auf der Tagesordnung stehen und die für die Kommune insgesamt wichtig sind. Ein anderes Beispiel wären die Bürgerstuben.
Oder wollen Sie mit Ihrem offenen Brief den Bürgern sagen, dass wir in Hüttenberg für lange Jahre keine größere Infrastrukturmaßnahme mehr umsetzen wollen? Denn alle diese Projekte werden nach den Worten von Bürgermeister Heller eine Erhöhung von Steuern notwendig machen! Und damit die Bürgerschaft als Ganzes belasten.

Die Frage der Kosten stellt sich zur Zeit noch gar nicht; das werden wir erst wissen, wenn die Ausschüsse diese ermittelt haben und wir auch die Zuschüsse kalkulieren können, die bei einem Beschluss zu erwarten sind. Wie Sie ja richtig darlegen, werden Bund und Land zur Stützung der Konjunktur Programme auflegen, so, wie das schon mehrfach geschehen ist. Andere Kommunen haben entsprechende Beschlüsse längst gefasst und sind bereits entsprechend gefördert worden. Warum sollten wir keine Förderungen erhalten? Nur derjenige erhält keine Förderung, der keinen Antrag stellt.

Und wenn Sie an die sozial Schwachen erinnern: Genau diese sind auf gute Infrastruktur vor Ort angewiesen – auf den Schulsport beispielsweise. Denn oft fehlt gerade den sozial Schwachen die Möglichkeit, ihre Kinder zum Schwimmen in einen weiter entfernten Ort zu bringen. Genau für diese Zielgruppe muss Hüttenberg also sorgen und nicht für die Bürger, die sich vieles leisten können.
Hören Sie auf, die Schwachen vorzuschieben, denn deren Interessen vertreten sie nicht!

Wenn Sie in Ihrem Brief auf „Anfeindungen in den Ortsteilen“ hinweisen und das als Aufforderung für die Parlamentarier nutzen, das Projekt zu stornieren, versuchen Sie, die Verantwortung für diesen Umstand auf die Parlamentarier zu schieben.
Doch das sollte klar sein:
Sie sind diejenigen, die das zu verantworten haben. Sie haben den Spaltkeil in die Hand genommen und haben sich als verlängerter Arm der parlamentarisch unterlegenen FWG betätigt.

Nehmen Sie also Ihren unseligen Antrag zurück, respektieren Sie den zwei Mal mit fast Zweidrittelmehrheit gefassten Beschluss und leisten Sie zusammen mit der FWG Hüttenberg Ihren solidarischen Beitrag zur Befriedung der Bürgerschaft und nicht zu deren Spaltung! Und nehmen Sie endlich zur Kenntnis, dass eine funktionierende Infrastruktur mit allen ihren Bestandteilen essenziell für Hüttenberg ist! Und dazu gehört auch das Hallenbad!

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

W. Krack

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